In
den Bildern aus den Jahren 1999 und 2000 werden hauptsächlich mathematische
Themen behandelt. Die enge Berührung mit der ele-mentaren Mathematik und
die Mitarbeit an einem Buchprojekt über den Satz des Pythagoras hat zu
dieser Thematik in meiner Malerei geführt. Das nahe Beieinander von Kunst
und Mathematik wird seit der Industrialisierung nicht mehr gleich wahrgenommen,
wie dies
z. B. in der Renaissance noch der Fall war. In neuester Zeit sind die Berührungen
wieder häufiger geworden. So pflegt der Doyen der Geometrie H.S.M. Coxeter
seit langem engen Kontakt mit Künstlern und einer seiner Freunde, der Bildhauer
George Odom entdeckte, angeregt von Coxeter, die erstaunlichen Zusammenhänge
des goldenen Schnitts mit dem gleichseitigen Dreieck. Im Altertum war die Zusammenarbeit
von Mathematikern und Künstlern eine Selbstverständlichkeit. Die grossen
Pyramiden der Aegypter aus der 3. bis 5. Dynastie waren in ihrer ursprünglichen
Form geradezu eine Ungeheuerlichkeit von Abstraktion in ihrer überwältigenden
Einfachheit und Grösse. Ohne engste Kontakte und harmonische Zusammenarbeit
zwischen Künstlern und Mathematikern wären diese Bauwerke nie zustande
gekommen. Die Bilder des Jahres 2001 behandeln mehrheitlich den ägyptischen
Pyramidenbau, da es sich um eine faszinierende Thematik handelt und weil ich
mich seit Jahren mit den technischen Möglichkeiten des Pyramidebaus befasse.
Näheres zum Pyramidenbau finden Sie auf der Website www.pyramidenbau.ch.

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